Von nos.nl
Ein zweites Haus in den Niederlanden, an der Costa del Sol oder inmitten der Berge von Österreich: Noch vor einigen Jahren war dies jenen vorbehalten, die die Sechzig überschritten hatten, doch heute interessieren sich auch mehr und mehr Menschen in den Vierzigern für Ferienhäuser.

Diesen Trend hat auch die Organisation der Zweithaus-Ausstellung bemerkt, die Sie heute oder morgen im MECC in Maastricht besuchen können. "Ich glaube, dass es bemerkenswert ist: Leute ab 40 Jahren kommen, um sich unsere Ausstellung anzuschauen. Auf jeden Fall sehen wir mehr und mehr Gelegenheitsbesucher", so der Organisator Tom van den Brink. "Es handelt sich um kleine Selbständige, etwa um Freiberufler, die sich immer noch Gedanken um ihre Alterssicherung machen."

Die Besucherzahlen auf der Zweithaus-Ausstellung sind seit 2014 steil gestiegen. Um diese Zeit, mitten in der Wirtschaftskrise, zog die Schau mehr als 4000 Besucher an, doch jetzt bleiben die Zähler erst bei 7000 bis 8000 stehen. Auch gibt es mehr Versorgungsdienstleister auf der Ausstellung. Den Organisatoren zufolge ist dies eine Bestätigung dafür, dass sich die Branche im Aufwind befindet.

 

Außerdem bemerkt TopParken, eine Kette mit 17 Ferienparks in den Niederlanden, dass mehr und mehr Menschen in ihren Vierzigern an einem Zweitwohnsitz in den Niederlanden Interesse haben. Dies gründet sich zum Teil auf die niedrigen Zinsen für Sparbücher, aber auch auf die Tatsache, dass immer mehr Touristen in die Niederlande kommen.

TopParken hat sich im Laufe von mehr als vierzig Jahren auf die Vermietung und den Verkauf von Zweitwohnsitzen in den Niederlanden spezialisiert. Sie können hier mehr über die Möglichkeiten lesen oder auch einfach Informationen anfragen, ohne dass dies in irgendeiner Weise verbindlich wäre.

Zweitwohnsitz am Wasser

Sparzinsen

Dies liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass die Zinsen auf Sparguthaben praktisch Null sind. "Ein solcher Ertrag stimmt mich nicht zufrieden", so Gerard Booij aus Den Bosch. Ihm zufolge wäre es günstiger, in Wohneigentum zu investieren. Im letzten Jahr hat der frühere Unternehmer eine große Vertriebszentrale veräußert und viel Geld dafür erhalten, welches er in fünf Ferienhäuser investiert hat: vier in Julianadorp in Nordholland und eines in Zandvoort.

"Sie sprechen von einer 6-prozentigen Rendite; das ist etwas ganz anderes. Diese Häuschen werden 70 Prozent der Zeit an Leute vermietet, die eine Woche Urlaub machen wollen. Klingt doch gut, nicht wahr?"

Ist die Geldanlage in Wohneigentum risikolos? Van den Brink: "Niemand kann garantieren, dass der Wert eines Ferienhauses stets das gleiche Niveau behält oder gar steigt. Wenn Sie sich aber die letzten paar Jahre anschauen, sehen Sie, dass die Preise sehr stabil sind und im Moment sogar steigen. In dieser Hinsicht handelt es sich um eine werthaltige Geldanlage."

Wie viele Niederländer zur Zeit ein zweites Haus besitzen, ist nicht bekannt. Die Wohneigentums-Vereinigung NVM weiß allerdings, wieviele Zweithäuser in unserem Land verkauft worden sind. 2017 gab es 4330 Verkäufe, was einen Anstieg um 15% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Im Jahr 2018 ist diese Anzahl gemäß der Daten des Katasteramts auf 4700 gestiegen. Der NVM zufolge ist Zeeland besonders beliebt.

Spanien ist die Nummer 1

Eine kürzliche Umfrage auf der Zweithaus-Ausstellung unter tausend Besuchern hat ergeben, dass Spanien mit Abstand das beliebteste Land für ein Ferienhaus ist (27 Prozent). Danach folgen die Niederlande (17 Prozent) und Frankreich (12 Prozent). Der durchschnittliche Kaufpreis eines Zweithauses liegt bei 234.000 Euro.

Die Hälfte der Käufer vermieten ihr Haus, während die andere es selbst nutzt, aber gleichfalls eine Rendite auf ihr investiertes Kapital erzielen möchte.

Von nos.nl

Villa auf dem Landgut De Scheleberg
 
Zweitwohnsitz im Achterhoek